Babuschkas on train

Meine Babuschkas!

Die ersten Bilder sind geschossen. Es ist nicht einfach die Menschen von netten Bildern zu überzeugen. Oft schauen sie mich fragend an. Und verstehen nicht was ich da so anstelle, mit meiner Kamera. Gerade in den ländlichen Gegenden komme ich mir vor wie ein kleiner Alien. Eine Frau, Ende 20, allein reisend, mit einem komischen Rucksack auf dem Rücken und ohne Ehering…und dann will die auch noch Bilder machen….das verstehen sie einfach nicht. Dazu leben sie ein zu anderes Leben…oder ich. Aber oft sind meine Babuschkas nach einer Weile sehr zugänglich und ich habe sie zu meinen persönlichen Bodyguards gekürt. Kaum eine von Ihnen würde mich mir selbst überlassen. Oft nehmen sie mich bei der Hand, geben mir Essen und befehlen mir wie man sich im Zug zu benehmen hat und sagen mir, dass man sich vor den Männern in acht nehmen muss. Wie ich denn überlebe, so ganz ohne Essen, wurde ich gefragt. Ich zeigte auf meinen fetten Proviantbeutel, mit sämtlichen Snacks, Obst u Gemüse, Brot und Käse. Aber ich wurde nur belächelt. Das sei doch kein richtiges Essen. Zu Hause wird gekocht und dann mitgenommen. So macht man das hier! Ohne meine Babuschkas wäre ich jedenfalls bisher nicht so gut soweit gekommen. Aber das mit dem Fotografieren ist ihnen einfach nicht geheuer. Aber das wird schon noch…